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Die Anfänge der RAF

Benno Ohnesorg wurde während der Proteste gegen den Schah von Persien durch einen Schuss in den Kopf von einem Polizisten getötet.

Es war ein Wendepunkt.

Militante Gruppen aus dem Umfeld der bisher friedlichen Studentenbewegung gewannen an Einfluss. Und in Berlin fanden sich zwei, die Gewalt im Kampf gegen den Staat für unverzichtbar hielten:

Andreas Baader und Gudrun Ensslin.

Sie legten am 2. April 1968 mit weiteren Verbündeten Brände in zwei Frankfurter Kaufhäusern. Schon nach zwei Tagen wurden sie verhaftet und zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Während sich Gudrun Ensslin und die anderen dem Antritt der Haftstrafe entziehen konnten, wurde Baader gefasst. Aber er verbrachte nur einen Monat hinter Gittern 

Am 14. Mai 1970 wurde ihm ein Besuch der Bibliothek des "Zentralinstituts für soziale Fragen" in Berlin zugestanden. Die populäre Journalistin Ulrike Meinhof sollte dort mit ihm an einem Buch arbeiten. Doch Meinhof hatte sich längst mit der RAF verbündet und Baader konnte mit der Hilfe bewaffneter Gleichgesinnter befreit werden.

Es war ein medienwirksamer Coup und – so sagt man heute – die Geburtsstunde der RAF, weil sich die führenden Köpfe nun gefunden hatten: Baader, Meinhof, Ensslin und der Anwalt Horst Mahler.

Tatsächlich aber war die Gruppe zu diesem Zeitpunkt noch namenlos. Die Medien nannten sie die Baader-Meinhof-Bande. 

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